Benny the Bunny & Emma the Flusi

31. August 2007

Impfung

Heute war die halbjährliche Impfung gegen Myxomatose fällig...

Vorher sind unsere Süßen gründlich von der Tierärztin durchgecheckt worden, aber beide sind pappgesund und puppenlustig. Emma hat ihre Krankheit gut überstanden, wächst tüchtig und nimmt gut zu. Mittlerweile wiegt unsere rote Huschefluse 820g.

Beide waren sehr tapfer bei der Impfung und haben lieb stillgehalten. Das ganze Procedere war innerhalb kürzester Zeit erledigt und die Ninchen ebenso...die ganze Zeit haben sie miteinander in der Transportbox gekuschelt und sich gegenseitig Mut zugemümmelt. Man konnte ihnen allerdings ihre Erleichterung anmerken, als sie endlich wieder zuhause waren.

Die Impfung haben beide gut überstanden und am Abend, beim Dinner, war schon wieder alles vergessen...

4.9.07 20:58, kommentieren

22. August.2007

Der Snackball

Ein großer Spaß für Kaninchen ist ein mit gesundem Trockengemüse oder getreidefreien Kräuterpellets gefüllter Snackball. Wenn die Kaninchen den Ball mit der Nase anstupsen oder an ihm herumscharren, kullert der Ball weg und die leckeren Köstlichkeiten fallen aus einer kleinen Öffnung heraus. Das hört sich einfacher an, als es aussieht! Denn so schnell fällt aus dem Snackball nichts heraus, wenn das Kaninchen ihn nicht in die richtige Position schiebt, zumal das widerborstige Ding ja auch ständig wegrollt. Außerdem muß das Tier erst einmal begreifen, was es mit dieser seltsamen Kugel auf sich hat!

Meine Kaninchen lieben es, wenn sie zum Frühstück ihren Snacky bekommen! Pro Kaninchen gebe ich einen Teelöffel Trockengemüse hinein und ich brauche das Ding nur zu schütteln, dann kommen die beiden schon angesaust, machen Männchen und wuseln mir um die Füße, daß ich den Ball endlich herausrücke. Er wird mir regelrecht aus der Hand gerissen, wenn ich ihn auf den Boden legen will! Dann geht die wilde Jagd los! So schnell kann man gar nicht gucken, wie das Teil durch die Gegend saust...mit zwei Kaninchen im Tiefflug hinterher!

WAAAA! Wo rollt das Ding denn jetzt hin?

 

Meins, meins, meins!!!!!

 

Auch MEINS! ALLES MEINS! ALLES MIR! *mjam* *knurpsel*

22.8.07 15:57, kommentieren

20. August 2007

Kaninchen und Kinder

Oft liest man im Internet, daß Kaninchen keine Kindertiere sind, daß Kinder zu laut und zu aktiv sind und Kaninchen damit Angst einjagen, daß Kinder nicht die Verantwortung für ein Tier tragen könnten.

Diesen verallgemeinernden Aussagen muß ich ganz energisch widersprechen: Kinder und Kaninchen können eine wunderbare Kombination sein! Kinder sind sehr wohl in der Lage zu begreifen, wie zerbrechlich ein solch kleines Tier sein kann, daß es Schmerzen erleidet, wenn man zu grob mit ihm umgeht, daß es Angst empfindet, wenn man es anschreit - den meisten Kindern ergeht ja ähnlich, wenn ein Erwachsener mit ihnen schimpft!

Trauen Sie Ihren Kindern etwas zu! Es ist erstaunlich, wie sanft und ruhig auch die größten Rabauken mit den kleinen Wesen umgehen können! Mein sechsjähriger Sohn, der ein recht lauter Wüstling sein kann, spricht plötzlich ganz leise und streichelt unsere Emma ganz vorsichtig, wenn sie zu ihm kommt, ihn anstupst oder ihm gar auf den Schoß springt, wenn sie kuscheln möchte. Durch die Tierchen, die bei uns übrigens frei im Wohnzimmer herumlaufen dürfen bzw. nachts ein großes Gehege bewohnen, hat er besser gelernt, Rücksicht zu nehmen, als wir ihm mit vielen Ermahnungen hätten beibringen können!

Mundraub - Kaninchen vs. Kind: der Kampf um die Karotte...

Die meisten Kinder übernehmen auch gerne die Verantwortung für den langohrigen Hausgenossen - nicht kontinuierlich zwar, worüber man sich als Erwachsener im Klaren sein muß, aber sie können bei der Pflege des Tieres durchaus kleine Pflichten übernehmen, z.B. neues Streu holen, dem Kaninchen neues Wasser geben, auf der Wiese mit Mama oder Papa Löwenzahn sammeln etc.! Unsere Achtjährige, die zu ihrem letzten Geburtstag den schwarzen Rammler Benny geschenkt bekommen hat, hilft dabei gerne mit!

Unabdingbar ist es jedoch, daß es gewisse Regeln für die Kinder im Umgang mit den Tieren gibt. Diese müssen strikt eingehalten werden, damit die Tiere nicht zu schaden kommen! Eine unserer Regeln besagt, daß die Kinder die Tiere NICHT aus ihrem Gehege nehmen dürfen. Die Tiere werden NICHT zwangsgekuschelt: sie kommen von alleine, wenn sie schmusen wollen! Die Tiere werden nur unter Aufsicht eines Erwachsenen gefüttert! Wir reden leise, wenn die Kaninchen im Wohnzimmer herumhopsen, um nur einmal einige Beispiele zu nennen. Glücklicherweise sind unsere Kinder in dieser Beziehung recht verläßlich: sie lieben unsere Kaninchen und halten sich zu deren Wohl an unsere Ge- bzw. Verbote!

Linktip zu einer Kaninchenseite für Kinder: http://www.diebrain.de/ki-k-index.html

1 Kommentar 20.8.07 16:01, kommentieren

18. August 2007

Unkraut oder Delikatesse?

Da ich auf dem Land wohne, wo noch relativ viele Wildkräuter im Garten, auf Feld, Wald und Wiese wachsen, habe ich einmal eine Auswahl zusammengestellt, um auszutesten, was meine Kaninchen am liebsten mögen.

Unangefochtener Favorit bei allen Kaninchen ist natürlich Löwenzahn. Egal, ob frisch oder getrocknet, bei uns hat er keine besonders hohe Lebenserwartung.

Spitzwegerich (Plantago lanceolata): wird auch gerne genommen: Spitzwegerich gilt als natürliches Antibiotikum und wirkt gegen Atemerkrankungen, aber auch gegen Magen-Darmbeschwerden. Auch die Blüten können verfüttert werden.

Breitwegerich (Plantago major): wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung, wird auch gegen Magen-Darmbeschwerden eingesetzt. Die ährigen Blütenstände liebt Emma besonders!

Brei aus beiden Wegeriche helfen bei Insektenstichen!

Giersch (Aegopodium podagraria): alte Gemüsepflanze, kann auch als Salat verwendet werden, wird heute nur noch als Unkraut angesehen, Gichtmittel

Kann leicht mit giftigen Doppelgängern verwechselt werden!

Die Stengel des Giersch besitzen jedoch einen dreieckigen Querschnitt, daran kann man ihn von gut von anderen Pflanzen, die ihm ähneln, unterscheiden!

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris o. Alchemilla mollis): beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, besitzen einen hohen Gerbstoffgehalt und wirken gegen Durchfall

Gänsefingerkraut (Potentilla anserina): gerbstoffreich (deshalb eher wenig geben), eignet sich zur Durchfallbehandlung. Das ist Bennys Ding! Emma verschmäht die Blätter, aber Benny liebt sie.

Gänsedistel (z.B. Gemüse-Gänsedistel Sonchus oleraceus): wurde früher gegen Hautausschlag und Kurzatmigkeit eingesetzt und kann als Salat gegessen werden. Meine Kaninchen lieben stacheliges, pieksiges Grünzeug, deshalb fressen sie Disteln sehr gerne.

Brombeeren (Rubus fruticosus): die frischen Triebe mit den noch weichen Stacheln werden ratzfatz plattgemacht

Desweiteren reiche ich meinen Kaninchen Haselnuß-, Birken-, Buchen- und Weidenzweige.

1 Kommentar 18.8.07 12:06, kommentieren

Böbbelketten

Benny und die Böbbelketten

Hört sich lustig an, isses aber nicht!

Böbbelketten sind Kaninchenmurmeln, die durch einen schmalen Steg miteinander verbunden sind. Dieser Steg wird oft durch verschluckte Haare (bei der Fellpflege) gebildet. Im schlimmsten Fall, wenn diese nicht ausgeschieden werden, ballen sie sich im Magen zusammen und es kann bei dem betroffenen Tier zu einem Magen- oder Darmverschluß kommen.

Die einfachste und natürlichste Methode, dem Kaninchen das Ausscheiden der Fasern zu erleichtern, ist, ihm Kiwi oder frische, noch unreife Ananas zu füttern. In beiden Früchten ist ein Protein spaltendes Enzym -Bromelain in der Ananas/Actinidin in der Kiwi- enthalten, das das Keratin anlöst, aus dem die Haare zum größten Teil bestehen: die Haare im Magen des Kaninchens werden so flutschig und können somit ausgeschieden werden.
Als Alternative dienen Papaya, die ebenfalls ein sehr hochwirksames, Eiweiß spaltendes Enzym enthält, das Papain, oder das Figin der Feige.

Keinesfalls würde ich zu dem oft empfohlenen Paraffinöl greifen. Paraffine werden aus den Rückständen der Erdöldestillation gewonnen und stehen im Verdacht, sich bei häufigem bzw. längerem Gebrauch in der Leber und den Nieren anzureichern und Allergien auszulösen. Da ich auf paraffinhaltige Kosmetikprodukte mit schweren Hautreizungen reagiere (ich bin Neurodermitikerin), verwende ich grundsätzlich nur noch natürliche Öle zur Körperpflege. Und was bei mir erhebliche gesundheitliche Schäden verursacht, bekommen meine Kaninchen keinesfalls!

Dazu sei auch noch aus "Anwendung und Toxizität von peroralem flüssigem Paraffin beim Kind" zitiert: "Im Tierexperiment haben Baldwin et coll. die Absorption von Mineralölen bei weiblichen und männlichen Ratten (F344) studiert. Nach 90 Tagen waren weder eine erhöhte Mortalität noch klinischen Zeichen bei Dosen von 0 bis 20000 ppm festzustellen. Hingegen wurden bei der Autopsie in der Leber Mikrogranulome und in den Mesenteriallymphknoten histiocytäre Veränderungen gefunden." www.swiss-paediatrics.org/paediatrica/vol17/n5/pdf/25-27.pdf

Benny ist jedenfalls seine Köttelketten -es hingen nur immer zwei Köttel aneinander- mit tgl. zwei Scheibchen Kiwi während des Fellwechsels losgeworden!

1 Kommentar 18.8.07 22:01, kommentieren

28. Juli 2007

Das erste Rendez-vous

Nun war es soweit: Benny sollte Emma endlich in einem neutralen Raum kennenlernen.

Da wir keinen zur Verfügung stellen konnten, habe ich das Wohnzimmer, in dem Benny bisher sein (Un-)Wesen trieb, am Abend vorher gründlich gereinigt. Die Baumwollteppiche wurden gewaschen, der Teppichboden mit Textilerfrischer beduftet, die Möbel um- bzw. ganz weggeräumt. Wir haben diverse Versteckmöglichkeiten angeboten, Heu verteilt, Wassernäpfe in verschiedenen Ecken des Zimmers hingestellt, Trockengemüse wild auf dem Boden verstreut, einen Teller mit getrockneten Blüten und Kräutern in der Mitte des Zimmers platziert.

Mein Mann holte Emma und ich Benny...

Gespannt und mit gezückter Kamera warteten wir ab, aber es geschah erst einmal nichts...

Naja, das ist nicht ganz richtig: Benny, der kleine Freßsack sah erst einmal nur das Futter und würdigte das entzückende kleine Mädchen, das ihn jedoch gleich bemerkte, keines Blickes. Ihr Geklopfe und aufgeregtes Um-ihn-Herumgelaufe störte ihn nicht die Erbsenflocke: er ließ es sich schmecken!

Dann schließlich lief er zum Gitter, mit dem wir das Eßzimmer vom Wohnzimmer getrennt hatten und Emma peeste hinter ihm her. Dort kam es dann endlich zur ersten Beschnupperei.

Danach trennten sich die Wege der beiden erst einmal wieder, aber die Begegnungen wurden immer häufiger, das Geschnuppere immer intensiver und schließlich hockten die beiden Puschelpo an Puschelpo zusammen und ließen sich das Mittagessen schmecken.


Erstaunlicherweise haben die beiden NICHT gerammelt und sich kein bißchen gezofft! Am Nachmittag kam es dann zu ersten Schmusereien, wo Benny zärtlich Emmas Öhrchen schleckte (und sich umgekehrt von ihr den Rücken beschnubbeln ließ.

 

Am Abend waren die beiden ein Herz und eine Seele und lagen eng aneinander geschmust so da:

 

Fazit: Es kann auch Traumvergesellschaftungen geben, die auch ohne fliegendes Fell und gepiercte Ohren abgehen! Wir hatten das große Glück, eine solche erleben zu dürfen und freuen uns mit unseren Süßen, das sie von nun an auf acht Pfoten durch's Leben hoppeln können!

1 Kommentar 18.8.07 11:37, kommentieren

Juli 2007, die Zweite

Was sind Kokzidien?

Noch bevor die endgültige Diagnose feststand und das Labor bestätigte, daß Emma mit Kokzidien (Darmkokzidien, es gibt auch eine Form, die die Leber befällt) infiziert war, informierten wir uns über Kokzidien und das Krankheitsbild der Kokzidiose.

Kokzidien sind KEINE Bakterien, wie man so oft liest, und deshalb behandelt man infizierte Kaninchen auch nicht mit Antibiotika

Kokzidien sind einzellige Parasiten (Eimeria), die im Darm des Kaninchens leben (ob alle Kaninchen latent damit befallen sind, ist umstritten) und normalerweise von dessen Immunsystem in Schach gehalten werden. Ein gesundes Kaninchen entwickelt demzufolge keine Kokzidiose. Falsche Ernährung (getreidehaltige z.B.), Stress oder eine andere Erkrankung, die das Immunsystem des Tieres in Mitleidenschaft zieht, können jedoch zu einem Ausbruch der Kokzidiose führen, in deren Verlauf die Verdauung und die gesunde Darmflora des langohrigen Patienten so gestört werden können, daß er eingeht. Besonders gefährdet sind Jungtiere, deren Immunsystem sich gerade erst entwickeln muß - vergleichbar mit uns Menschen: Kinder leiden wesentlich häufiger an Infektionen wie Erwachsene, weil ihre Abwehr noch nicht richtig funktioniert, sich erst einmal einstellen muß.

Die Behandlung eines Kokitieres ist nicht wirklich schwer, aber zeitaufwendig:

Hygiene ist das A und O!

Das Gehege des Patienten muß täglich peinlichst genau gereinigt werden!

Die Entwicklungsdauer des Parasiten beträgt um die 4-14 Tage. Zumeist nehmen die Tiere die Sporen, die sog. Oocysten, durch verschmutzte Nahrung auf. Im Darmtrakt vermehren sich die Oocysten dann zunächst durch Teilung. Sie infizieren die Schleimhaut des Darmes, was zu massiven Entzündungen und Atrophien des betroffenen Gewebes führen kann und damit zu einer schlechten Asorption von Nährstoffen: die Kaninchen magern oft ab und entwickeln schwere Mangelerscheinungen! Die Oocysten werden mit dem Kot ausgeschieden. Damit sich das Kaninchen nicht immer wieder von neuem infiziert, ist eine tägliche Reinigung unumgänglich.

Lesenswerte Artikel zum Thema findet man hier ->

http://www.medirabbit.com/GE/GI_diseases/Parasites/coccidiosis_de.PDF

http://www.kaninchenforum.com/kokzidien.htm

Emma bekam nun sieben Tage lang ihre Ration Kokzidiol (ein weißes Pulver) in Möhrenbrei, ansonsten wurde sie wie gewohnt gefüttert: morgens Rodicare Basic Pellets, abends den Kokzidiol-Möhrenbrei mit frischen Möhrchenschnipseln und einigen Stengeln frischen Oreganos.

Nach den ersten sieben Tagen erfolgte eine einwöchige Behandlungspause, danach wieder sieben Tage Kokzidiol. 14 Tage nach der letzten Medikamentengabe erfolgte die letzte Kotprobe: Emma hatte es geschafft!

 

1 Kommentar 18.8.07 10:50, kommentieren

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