Benny the Bunny & Emma the Flusi

Juli 2007

Kokzidien!

Die Kotprobe, die unsere TÄ vor einer Woche fortgeschickt hatte, bestätigte unseren Verdacht: unser kleines Mädchen hatte Kokzidien!

Da wir damit schon gerechnet hatten, hatten wir bereits täglich ihr Gehege gesäubert und die Streu ausgewechselt.

Nun aber begann eine wahre Putzorgie: alles, aber auch alles, mit dem Emma in Kontakt gekommen war, wurde mit kochendem Wasser desinfiziert. Ihr Holzhäuschen kam täglich in den Backofen, ihr Klo wurde 2x täglich mit heißem Wasser gespült, die Streu 2x täglich ausgewechselt... Die Teppiche, auf denen sie herumhoppelte, wurden täglich bei 95°C gewaschen und in den Trockner gestopft...alles andere, was keine Hitze vertrug, wurde mit Capha Desclean gereinigt.

Abends bekam Emma eine gute Messerspitze Kokzidiol in einen TL Baby-Möhrenbrei, verziert mit Möhrenschnipseln und einigen Stengeln Oregano, was sie brav aus ihrem Näpfchen schleckte. Man sagt Oregano eine gewisse Wirkung gegen Kokzidien nach; jedenfalls ist es für Darmpatienten sehr bekömmlich!

Glücklicherweise muß man feststellen, daß Emma zwar Kokzidien hatte, aber keine Symptome einer Kokzidiose entwickelte, die bei so jungen Tieren schnell zum Tode führen kann! Vermutlich sind daran ihre Geschwister eingegangen.

Sie wog zu diesem Zeitpunkt genau 400g und hatte auf meiner Handfläche Platz.

18.8.07 10:14, kommentieren

Juni 2007

Emma

Zwei Wochen später besuchten wir die beiden überlebenden Tierchen des Wurfes noch einmal: sie waren mittlerweile sieben Wochen alt und schon von der Mutter getrennt worden. Eigentlich war das ein wenig früh (Kaninchen sollten bis zum Lebensalter von 10 Wochen bei der Mutter bleiben), aber die Häsin hatte angefangen zu niesen und daher geschah diese vorzeitige Trennung aus Vorsichtsgründen.

Und dann...ein Wunder!

Eines von den überlebenden Tierchen (ein Weibchen und ein kleiner Rammler) war unsere Emma!!!! Keine Verwechslung möglich: es war unser kleiner Schatz, der die ekelhafte Krankheit überlebte, die ihre Geschwister dahingerafft hatte!

Sie war zwar klein und dünn und musste auch noch Medikamente gegen Durchfall nehmen (eine Messerspitze Stullmisan S Pulver ins Trinkwasser), aber wir dürften sie noch am selben Tag mitnehmen.

Zunächst musste sie noch eine Heu-Wasser-Diät einhalten, aber da sie nach einer Woche immer noch weiche Köttel machte, sind wir mit ihr zu unserer Tierärztin gegangen, um sie durchchecken zu lassen.

Mißtrauisch hatte mich der vermehrte Absatz von Blinddarmkot gemacht, der morgens in ihrem Gehege lag. Es war zwar nicht viel, aber er blieb liegen...Grund genug (auch nach der Anamnese) einen Kokzidienbefall zu vermuten...

Die Untersuchung der Kleinen ergab glücklicherweise nichts auffälliges, außer, daß sie gepäppelt werden musste. Eine Kotprobe wurde ins Labor geschickt!

Ganz langsam gewöhnten wir Emma nun an Frischfutter. Die Umstellung geschah auch ganz problemlos: morgens gab es Rodicare Basic Pellets, ein Spezialfutter für rekonvaleszente Tiere nach Darmerkrankungen und abends ein paar Möhrentaler. Emma fraß gut und legte an Gewicht zu!

 Emma am 17. Juni 2007

1 Kommentar 18.8.07 10:02, kommentieren

Ende Mai 2007

Trauer

Dann bekamen wir die unfassbare Nachricht: das kleine, quirlige Etwas, in das wir uns schon so schrecklich verguckt hatten, ist gestorben. Der ganze Wurf von sieben Babies hatte Durchfall und bis auf zwei Tiere sind alle eingegangen. Auch unsere Emma ist über die Regenbogenbrücke gehoppelt...

Wir waren wie erstarrt, hatten wir das kleine Kaninchenmädchen doch gleich liebgewonnen... Daß die Süße nun nicht mehr da sein sollte, wo sie uns doch noch vor wenigen Tagen pappgesund und lebenslustig erschien, war unfassbar...

18.8.07 09:48, kommentieren

Mitte Mai 2007

Die zukünftige Mrs Bennybunny

Ein kleines rotes Mädchen soll die zukünftige Herzensdame von unserem heißgeliebten schwarzen Nuppelnäschen werden.

Zwischen meinem Mann und der kleinen roten Häsin (geb. am 27. April 2007) war es gleich Liebe auf den ersten Blick: kaum hatte er das winzige Wattebäuschchen auf der Hand, reckte es sich hoch und gab ihm einen Kuß auf's Kinn

Wir waren uns sicher: DAS ist sie! Die oder keine! 

18.8.07 09:43, kommentieren

Mai 2007

Weibi zum Kuscheln gesucht

Leider ist Benny immer noch allein. Bislang hatten wir keinen Erfolg mit der Aktion, unserem Böckchen eine Gefährtin zu suchen.

Anfang Mai wird er kastriert und wenn die sechswöchige Kastrafrist um ist, soll er endlich eine Frau bekommen. Er entwickelt nämlich mittlerweile Macken, die darauf schließen lassen, daß er schlicht und einfach einsam ist. Die Tapetenrupferei nimmt Ausmaße an, die nicht mehr schön sind, er knabbert am Gitter seines Geheges und ich befürchte, daß er sich dabei noch die Zähnchen ruiniert, wenn er so weiter macht!

Kaninchen dürfen nicht allein gehalten werden und brauchen mindestens einen Partner!

Da Kaninchen Rudeltiere sind und normalerweise in großen Familienverbänden leben, sollte man, will man sein Tier artgerecht halten, ihm mindestens ein Partnertier zur Seite stellen.

 

Kastration bei unserem Rammler

Ein wenig aufgeregt war ich ja schon, als ich meinen Süßen am Morgen der OP bei der TÄ abgab. Auch wenn eine Kastration mittlerweile eine Routine-OP ist, ist und bleibt sie ein Eingriff, der unter Narkose gemacht wird und deshalb Risiken birgt. 

Der Tag begann eigentlich wie immer...Benny bekam ein extraleckeres Frühstück: Kaninchen dürfen auf gar keinen Fall nüchtern bleiben, denn dann würde ihre Verdauung zum erliegen kommen, was unweigerlich den Tod des Tieres zufolge hat! Er ließ sich auch ohne Murren und Knurren in die Transportbox verpacken. Vorsichtshalber hing eine Wasserflasche drin (die er jedoch kaum anrührte, er trinkt aus dem Napf) und eine Mini-Heuraufe. So lieferten wir ihn in der Praxis ab.

Als ich gegen Mittag anrief, um zu hören, wie es meinem Schnuggel ergangen war, war er schon wach, aber er lag lt. Auskunft der TA-Helferin noch etwas müde in seiner TB, die wir bequem mit dicken, muscheligen Handtüchern für ihn ausgepolstert hatten.

Nachmittags um 17 Uhr holten wir ihn dann ab: er kam mir gleich entgegengehopst, als ich die TB öffnete. Noch etwas unsicher zwar, aber gesund und munter stupste er mich an und leckte mir über die Hand. Von der OP-Wunde sah man nicht viel, nur die kleinen Nähte.

Zuhause hoppelte er erst einmal gaaaaanz langsam eine Runde um den Couchtisch, trank ein paar Schlucke Wasser und beschnuffelte das Gemüse, das ich ihm zum Abendessen hingestellt hatte, aber er fraß nicht! Was tun? Kaninchen MÜSSEN fressen! Von dem Fenchel kostete er dann, als ich ihm den unter die Nase hielt. Ich versuchte es mit Basilikum (wirkt appetitanregend und entkrampfend), auch das nahm er an. Schließlich ging ich in den Garten und holte Löwenzahn, auch daran knabberte er. Zusätzlich bot ich ihm auch Apfel an, den er mit Appetit aß.

Das war ja immerhin schon einmal ein Anfang. Zwar waren die Mengen noch sehr gering, die er zu sich nahm, aber immerhin hatte er jetzt etwas im Magen. Da ich feststellte, daß seine Öhrchen eiskalt waren und er sonst auch einen etwas matten Eindruck machte, nahm ich ihn auf den Schoß und legte mir und ihm eine warme Decke um. Kaum daß er sich aufgewärmt hatte (man konnte es an den nun wärmeren Ohren erfühlen), wurde er auch wieder munterer.

Ich holte also den Teller mit seinem Gemüse, dem Löwenzahn und dem Apfel, setzte mir Benny wieder auf den Schoß, damit er schön warm blieb, und fütterte ihn und siehe da! Er mümmelte und mümmelte und mümmelte... 

Er streckte sich dann gemütlich unter der Decke auf meinem Schoß aus, döste und ließ sich kraulen. Als ich ihn am Abend ins Bett brachte, war sein Kreislauf wieder oben auf und seine Temperatur sackte nicht mehr ab.

Nach einer ruhigen Nacht in seinem Käfig -nein, wir haben den Boden weder mit Küchenrolle noch mit Handtüchern ausglegt, sondern mit ganz normaler Heimtierstreu- war er morgens munter und beschwerte sich recht lautstark, daß ich ihn in die Gitterkiste gesteckt hatte. Außerdem wollte er Frühstück (leckeres Trockengemüse mit Heucobs), was er im Nu verschlang.

Am Abend hüpfte er schon wieder zu mir auf die Couch...

Die Kontrolle drei Tage nach OP ergab keinen Befund, unser kleiner Mann war (und ist) topfit. Nach einer Woche waren die selbstauflösenden Fäden auch verschwunden... 

 

18.8.07 09:37, kommentieren

April 2007, die Zweite

Mittlerweile sind wir dabei, Benny an gesunde Nahrung zu gewöhnen.

Er frisst nun nur noch morgens ein paar Pellets getreidehaltiges Futter (Ovator), das wir mit Trockengemüse vermischt haben. Zum Frühstück bekommt er nur einen Teelöffel davon, ansonsten Heu zur freien Verfügung und abends ca. 100g Gemüse.

Kaninchen vertragen kein Getreide und kein getreidehaltiges Futter!

Oder habt ihr schon mal ein Karnickel zum Bäcker hoppeln und sich ein Brötchen kaufen sehen? 

Bislang kannte Benny nur Möhren und Kohlrabigrün, sein Speiseplan ist mittlerweile aber um Fenchel, Steckrüben, Pastinaken, Knollen- und Staudensellerie, Paprika, Petersilie und Basilikum und getrocknete Kräuter (gibt's immer am Sonntag) erweitert worden. Als Leckerchen gibt es Erbsenflocken und Johannisbrot.

Da er recht schlank ist -bei dem wilden Wätzchen kann ja auch nichts ansetzen!-, kann er gut eine ordentliche Portion reichhaltiges Knollengemüse vertragen!

Seine Lieblingsgemüse sind Fenchel und Knollensellerie.

 

 

1 Kommentar 18.8.07 09:29, kommentieren

April 2007

Ohne Worte...

 

 

18.8.07 09:20, kommentieren

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